Ratgeber

    PV-Leads kaufen: Lohnt sich das?

    Manchmal ja. Oft nicht. Woran du den Unterschied erkennst.

    Simon Weber · Geschäftsführer craftbro · Stand 2. Oktober 2026 · 2 Min. Lesezeit

    Wie gekaufte Leads funktionieren

    Ein Lead ist eine Anfrage von jemandem, der sich für eine PV-Anlage interessiert. Ein Anbieter sammelt diese Anfragen, meist über Vergleichsportale oder eigene Werbung. Dann verkauft er sie an Betriebe wie deinen.

    Der wichtigste Unterschied: exklusiv oder geteilt. Ein exklusiver Lead geht nur an dich. Ein geteilter Lead geht an mehrere Betriebe gleichzeitig. Der Kunde bekommt dann drei, vier oder fünf Anrufe am selben Tag.

    Abgerechnet wird meist pro Lead. Der Preis hängt davon ab, ob er exklusiv ist, ob es um ein Einfamilienhaus oder ein Gewerbedach geht und wie gut die Anfrage vorab geprüft wurde. Manche Anbieter prüfen am Telefon nach. Andere leiten das Formular einfach weiter.

    Das ist kein schlechtes Geschäftsmodell. Für manche Betriebe passt es gut, etwa um eine Lücke im Kalender zu füllen. Aber du solltest wissen, was du kaufst.

    Fünf Fragen an jeden Anbieter

    Bevor du bestellst, stell diese fünf Fragen. Lass dir die Antworten schriftlich geben.

    1. Ist der Lead exklusiv? Wenn nicht: An wie viele Betriebe geht er noch?
    2. Wie alt ist der Lead? Eine Anfrage von gestern ist etwas anderes als eine von vor drei Wochen.
    3. Gibt es eine Rückgabe bei falschen Daten? Falsche Telefonnummer, kein Eigentümer, kein Interesse. Was passiert dann?
    4. Privat oder Gewerbe? Ein Gewerbedach ist ein anderes Geschäft als ein Einfamilienhaus.
    5. Aus welcher Region kommt der Lead? Ein Kunde 150 Kilometer entfernt hilft dir wenig.

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    Die Rechnung

    Der Preis pro Lead sagt allein nichts. Entscheidend ist, was dich ein Auftrag kostet.

    Die Rechnung ist einfach: Preis pro Lead geteilt durch deine Abschlussquote ergibt die Kosten pro Auftrag. Wenn du jeden zehnten Lead abschließt, ist deine Quote ein Zehntel. Dann kostet dich ein Auftrag das Zehnfache des Lead-Preises.

    Rechne das mit deinen eigenen Zahlen. Schreib einen Monat lang auf, wie viele gekaufte Leads du bekommst und wie viele davon unterschreiben. Erst dann weißt du, ob es sich für dich lohnt.

    Zähl auch die Zeit mit. Jeder Lead will angerufen werden, oft mehrmals. Bei geteilten Leads gewinnt meist der Schnellste oder der Billigste. Beides kostet dich, entweder Zeit oder Marge.

    Die Alternative: eigene Anfragen

    Gekaufte Leads machen dich abhängig. Hört der Anbieter auf oder erhöht er den Preis, ist dein Kalender leer.

    Eigene Anfragen gehören dir. Kunden aus deinem Umkreis sehen deine echten Anlagen und melden sich direkt bei dir, nicht bei vier Mitbewerbern gleichzeitig. Vorher wird geprüft, ob Dach, Eigentum und Zeitraum passen.

    Das braucht etwas Vorlauf. Dafür baust du etwas auf, das bleibt. Wie das für PV-Betriebe aussieht, findest du auf der Seite zu Anfragen für Photovoltaik.

    Häufige Fragen

    Sind gekaufte Leads unseriös? +

    Nein. Aber geteilte Leads bedeuten Preiskampf. Frag immer, ob ein Lead exklusiv ist.

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